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 Betreff des Beitrags: Arcor will VDSL-Netz aufbauen
BeitragVerfasst: 15.11.2007, 21:28 
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Hallo allerseits,

Heise meldet heute, dass Arcor derzeit mit der Deutschen Telekom um einen Zugang zu deren Infrastruktur (Leerrohre, DSLAM's) verhandelt, um darauf ein eigenes VDSL-Netz bis zum Kunden aufzubauen:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/99012

Vielleicht ist das ja eine Chance, in den DSL-losen Gebieten Dresdens schneller einen Wettbewerb zwischen den Infrastrukturanbietern in Gang zu bringen, als dies die Telekom sich derzeit vorstellt.

Einen Abend,

Tjugi


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BeitragVerfasst: 17.11.2007, 17:03 
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Arcor wird genau so wie die T-Com nur in den Gebieten VDSL mitnutzen, wie die T-Com auch. Ich glaube nicht das die in Glasfaser geschädigten Gebieten überhaupt irgendetwas machen ...

Das macht wirtschaftlich keinen Sinn. Solange die Politik da keinen Druck macht und gesetzlich vorschreibt das eine Grundversorgung mit Breitband erreicht werden muss, solange wird es keine Hoffnung für das flache Land oder die Glasfaserwüsten geben.


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BeitragVerfasst: 17.11.2007, 17:12 
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Ist es nicht da Arcor die Zugangsrechte zu den Multifunktionsgehäusen und zu den Kabelanlagen haben will. Arcor wird nicht da ausbauen wo nix ist. Arcor will doch nur ne Glasfaser legen und ne Linecard in den DSLAM schieben. Arcor wird nie im Endkundenbereich ausbauen. Das heißt die bauen nur da aus wo die Telekom auch schon VDSL anbietet. Weil Arcor würde nie eine Komplett eigene Infrastrucktur aufbauen. Da bekanntlich andere Anbieter nur da ausbauen wo man schnell viel Geld machen kann. Wird sich das auch nur auf Gebiete wie die Neustadt oder Gorbitz beschränken da nur dort die Kundenanzahl wohnt wo Arcor Kohle machen kann. Desweiteren wird die Telekom ordentlich Miete haben wollen für Leerrohre, Multifunktionsgehäuse, TAL, Kollokation.


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BeitragVerfasst: 18.11.2007, 02:58 
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Hubi2007 hat geschrieben:
Ist es nicht da Arcor die Zugangsrechte zu den Multifunktionsgehäusen und zu den Kabelanlagen haben will. Arcor wird nicht da ausbauen wo nix ist. Arcor will doch nur ne Glasfaser legen und ne Linecard in den DSLAM schieben. Arcor wird nie im Endkundenbereich ausbauen. Das heißt die bauen nur da aus wo die Telekom auch schon VDSL anbietet. Weil Arcor würde nie eine Komplett eigene Infrastrucktur aufbauen. Da bekanntlich andere Anbieter nur da ausbauen wo man schnell viel Geld machen kann. Wird sich das auch nur auf Gebiete wie die Neustadt oder Gorbitz beschränken da nur dort die Kundenanzahl wohnt wo Arcor Kohle machen kann. Desweiteren wird die Telekom ordentlich Miete haben wollen für Leerrohre, Multifunktionsgehäuse, TAL, Kollokation.

Aber der Sozialverein Telekom baut natürlich gerne dort aus wo man kein Geld verdienen kann.


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BeitragVerfasst: 18.11.2007, 13:16 
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Hubi2007 hat geschrieben:
Da bekanntlich andere Anbieter nur da ausbauen wo man schnell viel Geld machen kann. Wird sich das auch nur auf Gebiete wie die Neustadt oder Gorbitz beschränken da nur dort die Kundenanzahl wohnt wo Arcor Kohle machen kann. Desweiteren wird die Telekom ordentlich Miete haben wollen für Leerrohre, Multifunktionsgehäuse, TAL, Kollokation.


Arcor will vor allem auch Zugang zum Kabelverzweiger. Der Unterschied könnte durchaus in der Interpretation davon liegen, wo man viel Geld verdienen kann. Da könnte z.B. Gorbitz mit Telekomversorgung gegenüber Gebieten mit höheren Miet- und Grundstückspreisen durchaus hinten runter fallen. Entscheidend sind halt nicht Einwohnerdichte, sondern vor allem zahlungskräftige Nachfrage. Es gibt in DD und Umgebung wahrhaft Gebiete, wo diese höher ist als in Gorbitz, die zum Glück für Arcor nach wie vor vom rosa Riesen ignoriert werden. Es geht ja schließlich bei VDSL nicht gerade um ein Billigprodukt.

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akrstn
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BeitragVerfasst: 19.11.2007, 13:19 
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@ MadCyborg

Achso ich kann ca. 50 Beispiele in Sachsen nennen wo Ausbaukosten nicht im Verhältnis mit dem zu zuerwartenden Gewinn stehen.

@ akrstn

Ja genau Arcor will zugang zu den KVz (Multifunktionsgehäusen), aber wiegesagt es wird nur da VDSL von Arcor geben wo auch die Telekom schon abietet. Arcor wird keine neuen Gebiete erschließen da dies viel zu teuer ist, denn Gebiete soll die Telekom erschließen damit sie die hohen Baukosten für Kabelverzeiger und für Baumaßnahmen hat.


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BeitragVerfasst: 20.11.2007, 21:16 
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Hubi2007 hat geschrieben:
Arcor wird keine neuen Gebiete erschließen da dies viel zu teuer ist, denn Gebiete soll die Telekom erschließen damit sie die hohen Baukosten für Kabelverzeiger und für Baumaßnahmen hat.


Wenn ich so etwas lese, frage ich mich immer, ob ich dumm war eine eigenes Haus zu kaufen. Es ist ja so viel günstiger einfach zu mieten.

Lassen wir uns mal überraschen, was Arcor wirklich machen wird. Die eine oder andere Überraschung halte ich inzwischen dort durchaus für möglich.

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BeitragVerfasst: 20.11.2007, 22:30 
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@Speckgürtel:
Der unterschied zu deinem Haus und Leitung der Telekom ist, sie müssen vermieten, du hast die Wahl ob du dein Haus vermietest oder es ganz allein für dich nutzt.

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BeitragVerfasst: 20.11.2007, 22:32 
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Hallo,

Speckgürtel hat geschrieben:
Lassen wir uns mal überraschen, was Arcor wirklich machen wird. Die eine oder andere Überraschung halte ich inzwischen dort durchaus für möglich.


Wenn ich das Papier der Bundesnetzagentur http://www.bundesnetzagentur.de/media/archive/1959.pdf (achtung sehr viel Text !) richtig verstehe, dann ist die Deutsche Telekom auch bei den OPAL/HYTAS der Regulierung unterworfen, d.h. hat den Mitbewerbern die letzte Meile zu einem regulierten Preis zur Verfügung zu stellen. Insofern muß Arcor nicht die komplette Infrastruktur bis zum Kunden neu verlegen, sondern kann durchaus auf die bereits verlegten Glasfasern bzw. Kupferkabel zugreifen. Die "VDSL-Regulierungsferien" beziehen sich IMHO nur auf das Glasfasernetz bis zum DSLAM.

Viele Grüße,
tjugi


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BeitragVerfasst: 20.11.2007, 23:15 
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@tjugi

Du hast recht das die Telekom OPAL Netze vermieten muss. Das heißt die Telekom muss die TAL vermieten. Eine Tal beginnt immer ab der abgehenden Vermittlungstechnik der DTAG. Das heißt z.b. bei HYTAS/RAYNET/ISIS ab Vermittlingsstelle (macht kein Anbieter da die TAL mieten für GF sehr hoch sind). Aber jetzt kommt der Kanckpunkt in deiner Überlegung die Telekom muss nicht die Glasfaser die z.b. zu einem Outdoor DSLAM geht vermieten, da diese GF-Verbindung nicht als TAL zählt weil der DSLAM als Vermittlungstechnik zählt (dazu zählen Siemens Breitband OPAL, BB-Ericsson (EDA), Siemens VDSL). Also grob gesagt Arcor muss in jedem Fall eine eigene Glasfaser von der VST der DTAG bis zum MFG18 (Multifunktionsgehäuse) ziehen, da eine TAL im Outdoor Bereich ab dem MFG los geht. Außerdem hat Arcor bei VDSL die möglichkeit DSL weiterhin über Kupfer anzubieten da es kein VDSL auf HYTAS/ISIS Technik gibt.


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BeitragVerfasst: 21.11.2007, 18:24 
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attrib hat geschrieben:
@Speckgürtel:
Der unterschied zu deinem Haus und Leitung der Telekom ist, sie müssen vermieten, du hast die Wahl ob du dein Haus vermietest oder es ganz allein für dich nutzt.


Ich darf einen Mietvertrag auch nicht ohne Weiteres kündigen. Mir sind auch bei der Änderung der Miete Grenzen auferlegt. Ich beschwer mich allerdings nicht darüber.

Der Unterschied zwischen meinem Haus und den Telefonleitungen, die dort hineinführen ist, dass ich tatsächlich eine Wohnung vermieten, während es die Telekom nach wie vor zu verhindern weiß, die Telefonleitung zu vermieten.

Mal abgesehen davon bezog sich meine Aussage darauf, dass langfristig gesehen kaufen durchaus günstiger sein kann als mieten.

Die Verhandlungen zum Zugang zum Kvz zielen doch gerade darauf ab, Fremdleistungen (Miete der TAL) zumindest teilweise durch Eigenleistung mit eigenen Investitionen zu ersetzen.

@Hubi2007

Richtig, die Mieten für ein GF-TAL ist sehr hoch, um etwas genauer zu sein, sind so hoch, dass bis zur von der Telekom gegenüber dem Endverbraucher erhobenen Grundgebühr fast kein Spielraum für die Vorhaltung eigener Vermittlungstechnik bleibt. Damit bleibt in diesen Gebieten die Telekom Monopolist. Oder anders gesagt: In GF-Gebieten findet kein Wettbewerb statt.

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BeitragVerfasst: 21.11.2007, 21:50 
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die Telekom macht aber nicht die Mieten das solltest du wissen.
Außerdem ist die Instandhaltung in GF Gebieten serh teuer, da man immer damit rechnen muss das die Technik durch Gewitter kaputt geht. Das sind bei BB-Opal wenn nur eine Linecard defekt ist schon 2500Euro. Im alten Opal sinds nur 300 Euro.


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BeitragVerfasst: 22.11.2007, 18:51 
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Hubi2007 hat geschrieben:
die Telekom macht aber nicht die Mieten das solltest du wissen.


Ja doch. Die Telekom muss diese Miete durch die BNA genehmigen lassen. Dazu muss sie ihre Kalkulationsgrundlagen gegenüber der BNA offen legen. Und die BNA legt dann die Miete aufgrund der Kalkulationsgrundlagen der Telekom fest. Kalkulationen sind begründete Schätzungen. Es ist müßig darüber zu diskitieren, welcher Preis nun der richtige ist.

Hubi2007 hat geschrieben:
Außerdem ist die Instandhaltung in GF Gebieten serh teuer, da man immer damit rechnen muss das die Technik durch Gewitter kaputt geht. Das sind bei BB-Opal wenn nur eine Linecard defekt ist schon 2500Euro. Im alten Opal sinds nur 300 Euro.


Dies nun sollte man vielleicht schon bedenken, bevor man sich für die Verwendung einer bestimmten Technologie entschließt. Den Kunden interessiert letztlich die Leistung und nicht die Frage, wie sie realisiert wird.

Ich würde trotzdem erst einmal Abwarten, was die wettbewerber der Telekom machen, wenn sie Zugang zum Kvz haben.

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akrstn
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BeitragVerfasst: 22.11.2007, 23:47 
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Also eines kannste dir sicher sein Zugang zum KVz bekommt kein Fremdanbieter.

Die Miete legt die RegTP oder auch BNA genannt fest und zwar auf Druck von Fremdanbietern, die Telekom darf nur ihre Meinung abgeben mehr nicht. Entscheiden tut eine Miete immer die RegTP.


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BeitragVerfasst: 23.11.2007, 16:43 
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Lt. TKG haben die Wettbewerber Anspruch auf Zugang zum KVz.

Konkret sieht die auf Druck der Mitbewerber zustande gekommene Regulierungsverfügung im Falle OPAL so aus:
Die Telekom darf für die TAL 13,25 € netto vom Wettbewerber verlangen. Vom Endkunden erhebt sie eine Grundgebühr von 13,76 € netto. Das heißt der Druck der Wettbewerber auf die BNA (die RegTP ist in der BNA=Bundesnetzagentur untergegangen und existiert als solche nicht mehr) bleiben einem der Wettbewerber noch 0,51 € für, für die Vorhaltung des Anschlusses notwendige Eigenleistungen.

Da ich nicht glaube, dass 0,51 € da ausreichen gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder ist die regulierte Miete für die TAL überhöht oder die Grundgebühr für den Endkunden bei OPAL wird von der Telekom aus irgendwelchen Quellen quersubventioniert.

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