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BeitragVerfasst: 16.10.2012, 15:43 
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Wise Senior

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Eins vorweg, falls der Threadtitel Probleme macht, bitte ändern, denn er spiegelt nur meine persönliche Meinung wieder.
Ich könnte kotzen, wegen dem Schreiben, welches wir bekommen haben. Jetzt behaupten die doch tatsächlich, daß es gute Nachrichten wären, für ein vorhandenes aber von uns nicht genutztes Kabelnetz noch 10€ monatlich mehr von uns zu verlangen.... .... Naja, gute Nachrichten höchstens für die, aber lest doch selber den Wisch..... Boah ich könnte mich aufregen..... :evil:

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Vorallem, was soll hier modernisiert werden? Das Kabelnetz ist doch schon ausgebaut...... :evil: Alles Verbrecher !

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BeitragVerfasst: 16.10.2012, 17:33 
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Junior

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Hallo Tiggi,
willkommen im Club der Zwangsverkabelten Opfer korrupter Politiker und habgieriger Kabelfirmen!

Denn die solltest du ab sofort in deine allabendlichen Hassgebete mit einbeziehen. Nur der GAGFAH den Firmen-Tod an den Hals zu wünschen ist zu wenig. Den die Gesetzeslage ist in SCH...land nun mal so, daß die Kabelfirmen von den Politikern das Recht bekommen haben die monatliche Zwangsgelderpressung exekutieren zu dürfen.

Begriffe wie Vertragsfreiheit, Marktwirtschaft usw. sind nur noch hohle Phrasen.

Auch ich bin vor 12 Jahren in ein Haus der damals WOBA Südost eingezogen, Kabelfernsehlieferant war ein Betreiber der Netzebene 4. Anschlusszwang gab es nicht, Signallieferant war KabelDeutschl., Kosten gab es nur wenn man einen Vertrag abgeschlossen hatte.

Mitte 2011 hat die GAGFAH den Kabelfernsehlieferant gewechselt zu TC. Die sind KNALLHART bei der Zwangsverkabelung und mit das mieseste Unternehmen beim Service in ganz Deutschland.
Nun habe auch ich Zwangskabelfernsehen mit Zwangsgebühr.

Raus kommt man nur, wenn sich die Gesetzeslage in SCH...land ändert und damit ist bestenfalls 100 Jahre nach der Abschaffung der Sektsteuer zu rechnen.

Es sei denn, es gibt mal jemanden, der vor einem europäischen Gericht Deutschland verklagt und die Herstellung einer der Marktwirtschaft entsprechenden Gesetzeslage erzwingt. Die Erfolgsaussichten sind eigentlich 100%.

Wenn du willst, kannst du die GAGFAH allerdings etwas ärgern: Dieses Schreiben ist nämlich teilweise rechtswidrig, denn:

Die Anhebung von Betriebskosten ist nur nach einer zuvor erfolgten Abrechnung möglich.

So wie bei dir, und auch bei mir schon geschehen, geht es schon mal gar nicht. Einfach so nen Zettel schicken und mehr Geld verlangen ist rechtlich falsch.

Korrekt wäre die Mitteilung, daß ab dem Datum X der Betrag Y€ aus den und den Gründen anfällt und bei der nächsten Betriebskostenabrechnung mit in Rechnung gestellt wird. Zusammen mit der dann erstellten Betriebskostenabrechnung kann, erst dann, die monatliche Vorauszahlung von Betriebskosten erhöht werden.

Wenn du das willst, empfiehlt sich der Gang zum Anwalt und nicht vergessen, die dabei entstehenden Kosten von der GAGFAH zurück zu verlangen, erledigt der Anwalt gleich mit. So lief es bei mir.

Blechen mußt du aber in jedem Fall. So wie Millionen andere, die ein völlig unnützes und überflüssiges Angebot zwangsweise aufs Auge gedrückt bekommen.

Nächstes Jahr kannst du dich bei der Wahl deines Abgeordneten ja revanchieren.

philihp

p.s. Das Schreiben ist Standard, haben so Tausende in Dresden bekommen, inklusive Modernisierungblabla.


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BeitragVerfasst: 16.10.2012, 18:58 
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Wise Senior

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Beiträge: 288
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Nunja, das schlimmste ist ja, das man im Endeffekt nichts dagegen machen kann (wie z.B. die GEZ Gebühren ab nächstes Jahr), ausser vielleicht umziehen, aber nunja, nicht schon wieder .... :|

Aber wenn es um das Guthaben meiner Betriebskostenabrechnung vom August geht, nunja auf die ~ 230€ warte ich heute noch... und wehe, die Miete kommt mal nicht Pünktlich..... Sicherlich ist der Gagfah nicht der ganze Berg der Schuld anzulasten, es hängen ja durchaus noch andere mit drinne, wie z.B. TC. Aber mir geht es hauptsächlich um das "Beschönigen" in diesem Schreiben. Nunja und natürlich die zusätzlichen 10€. Alles Augenwischerei! Es gibt genug Gagfah-Wohnungen in Dresden, die diesbezüglich nicht ausgebaut sind und wo TC oder die Gagfah einen Teufel tun wird, das Kabelnetz auszubauen. Übrigens hängt immernoch der gleiche Kabel-Verteiler der Marke RFT ( :twisted: ) im Keller. Nunja, natürlich nichts gegen RFT, aber soviel zum Thema "Wir bauen aus".

Boah, dieser Verein kann sich wohl alles erlauben...... Wenn ich das Kabelnetz wenigstens nutzen würde.... :twisted:

Übrigens habe ich selbst in der "Basic" Version von Entertain mehr Sender, als bei dem ach so tollen Angebot von Gagfah/TC.

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BeitragVerfasst: 16.10.2012, 22:02 
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Legendary Wise Senior

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Beiträge: 672
Ich meinte gehört zu haben dass mit der neusten TKG Novelle vom Mai Zwangskabelverträge nicht mehr rechtens sind?

Bereits mal in diese Richtung recherchiert?

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BeitragVerfasst: 17.10.2012, 19:04 
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Wise Senior

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EXP hat geschrieben:
Bereits mal in diese Richtung recherchiert?


Ehrlich gesagt......äh.....nein... :oops:

Werde es aber mal in Angriff nehmen. Danke für den Wink ;)

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BeitragVerfasst: 17.10.2012, 19:48 
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Beiträge: 842
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http://www.mdr.de/mdr-info/hoereraktion ... ss100.html
Der Artikel ist allerdings noch aus den Zeiten vor der Novelle.
http://www.taz.de/!94514/ gibt leider auch keine Infos zur aktuellen Rechtslage.
In Dortmund gibt es in großem Umfang ein ähnliches Problem: www.mieterverein-dortmund.de/news-detai ... &tx_ttnews[tt_news]=126
Auf jeden Fall erst einmal Widerspruch einlegen.

Und vergiss nicht, wer Dich verkauft hat :twisted:

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BeitragVerfasst: 18.10.2012, 13:33 
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Junior

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Beiträge: 10
Der entscheidende Punkt dieser Zwangsverkabelung ist folgender: Sie gehört zum Mietrecht.
Das sagt alles aus. Warum?

Ich bin vor einigen Jahren vom Vermieter verklagt worden. Der Anwalt für Mietrecht (gebürtig aus dem Westen), der mich verdeidigt hatte sagte zu mir folgendes: Wenn er die Wahl hätte würde er lieber DDR-Bürger sein, als Mieter in Deutschland zu sein. Warum gibt es in Deutschland wohl Mietervereine und Mietrechtsschutz? Damit Mieter in Deutschland nicht wie rechtlose Sklaven oder Leibeigene behandelt werden, sondern wenigstens hin und wieder mal als Menschen behandelt werden.

Um zum Thema zurückzukehren: Gibt es in Deutschland ein Recht auf einen Internetanschluß? NEIN! Was gibt es dann? Die Pflicht einen Kabelanschluß hinnehmen und bezahlen zu müßen!

Entscheidend ist das im Mietvertrag vereinbarte. Das kann nur ein Anwalt bewerten und ein Richter urteilen. Da kommt es auf jedes einzelne Wort an. In meinem Mietvertrag sind alle Punkte mit Antennenanlage, Kabelverteilanlage, Kabelgebühren etc. durchgestrichen. Aber darüber steht: Als Betriebskosten gelten zur Zeit... Das „zur Zeit“ ist ausreichend, um für den Vermieter das Recht zu begründen, wann immer er will, trotzdem Kabelgebühren verlangen zu können.

Und die Gerichte urteilen dann in diesem Sinne.

Deshalb meine Aussage: Nur ein europäisches Gericht kann diese Situation ändern.

Mit Widersprüchen sollte man sehr vorsichtig sein und immer den Anwalt einschalten.
Besonders in diesem Falle. Die GAGFAH reagiert extrem dünnhäutig, ist auch klar hier geht es um Millionen. Außerdem werden sie mittlerweile von einer ausufernden Widerspruchswelle regelrecht überrollt und es gibt in Dresden schon einige Urteile die, im Einzelfall, den Mietern recht gaben.

Die Novellierung des TKG vom 3.5.2012 berührt das Mietrecht in keinerlei Weise.

Eigentlich sollten wir alle froh sein, daß es nur 10€ sind und nur Kabelgebühren. Denn nach der Logik dieses Irrsinns müßten Mieter eigentlich auch für Kraftwerke, Heizkraftwerke, Gaswerke, Wasserwerke, Telekomtechnikanlagen, Stromnetze, Wasserrohnetze, Telefonnetze und vieles mehr Betriebskosten zahlen, denn Strom, Wasser, Wärme, Gas, Telefon findet man in fast allen Wohnungen. Vielleicht kommt das aber auch noch.

philihp


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