DSL für Dresden

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BeitragVerfasst: 11.04.2007, 17:29 
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http://www.heise.de/newsticker/meldung/88100

Zusammenfassung:
- Zahl der Breitbandanschlüsse über Kabel im letzten Jahr verdreifacht
- Anteil am Breitbandmarkt ingsgesamt aber sehr gering
- Eigentumsverhältnisse der verschiedenen Netzebenen bereiten substanzielle Probleme, hier ist die Politik gefordert entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen


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BeitragVerfasst: 11.04.2007, 18:54 
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bigalex hat geschrieben:
- Eigentumsverhältnisse der verschiedenen Netzebenen bereiten substanzielle Probleme, hier ist die Politik gefordert entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen


Typisch deutsche Wirtschaft. Zuerst einmal Forderungen an die Politik stellen. Dieser Logik folgend müssten ja die Gebiete, in denen KDG selbst vermarktet längst ausgebaut sein. Aber genau das ist nicht der Fall.

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BeitragVerfasst: 11.04.2007, 19:22 
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Warum sollen die auch besser sein als die Anderen? Die Meisten machen typisches Cherry-Picking: Dort ausbauen, wo man für möglichts wenig Geld möglichst viele Kunden bekommt. Die kompliziert anzuschließenden Kunden werden damit immer unattraktiver.


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BeitragVerfasst: 12.04.2007, 08:51 
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Cherry-Picking = die Kirsche herausgreifen.

Man muss keine neuen Begriffe erfinden. Es reicht einfach zu sagen, dass der Standort mit den besten Produktionsbedingungen gefunden werden soll. Es ist also eine reine Frage der Produktivität.

Das Streben nach maximaler Produktivität ist nicht nur legitim, sondern sogar ein betriebswirtschaftliches Erfordernis. Allerdings volkswirtschaftlich nicht immer sinnvoll.

Von der Idiotie, eine Volkswirtschaft betriebswirtschaftlich führen zu wollen einmal abgesehen.

Die Idee der Marktwirtschaft, beruht darauf, dass jedes Unternehmen sich seine Marktnische sucht, in der es aktiv wird. Die Kabelnetzbetreiber aber haben erst geschlafen und wollen jetzt in ein Gebiet, dass schon durch die DSL-Anbieter besetzt ist. Gleichzeitig haben sie das Hemmnis, dass dort meist eine Vermarktungsebene zwischengeschaltet ist, die sie nicht einfach umgehen können. Was für die reine Fernsehübertragung sinnvoll war, erweist sich beim Breitband als hinderlich. Statt sich aber nun auf die Gegenden zu konzentrieren, wo eine Nische existiert und wo obendrein genau dieses Hemmnis meist nicht vorhanden ist, fordert man von der Politik, die Bedingungen an den ungünstigen Standorten durch Markteingriffe zu verbessern.

Die Aufgabe der Politik ist es aber betriebswirtschaftliche Interessen in volkswirtschaftlich sinnvolle Bahnen zu lenken. Ist es nun volkswirtschaftlich sinnvoll, wenn man Bedingungen schafft, damit die Kabelanbieter als weiterer Anbieter in breitbandversorgten Gebieten auftreten können, oder wäre es sinnvoller, Bedingungen zu schaffen, damit sie die Nischen besetzen können?

Man kann hier die Kabelnetzbetreiber durchaus mit einem Tiefbauunternehmen in den Alpen vergleichen, dass ausschließlich auf Sand bauen will und nun von der Politik fordert, dafür zu sorgen, dass es in den Alpen nur Sandboden gibt.

Dass die deutschen Wirtschaftsunternehmen Cherry-Picking betreiben ist ja noch nicht einmal so schlimm. Dass sie einerseits weniger staatliche Eingriffe fordern, andererseits aber immer gleich nach dem Staat rufen, wenn es um ihre betriebswirtschaftlichen Interessen geht mag ja auch noch angehen. Das aber die gewählten Volksvertreter immer gleich darauf anspringen, was einzelne Interessenvertreter fordern und gegenüber diesen Forderungen die volkswirtschaftlichen Interesssen zurückstellen wird das Land über kurz oder lang ins 19. Jahrhundert zurückwerfen.

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