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Suche Tips für Einigung zwischen HV und Telekom bzgl FTTH
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Autor:  qnd [ 31.08.2016, 15:47 ]
Betreff des Beitrags:  Suche Tips für Einigung zwischen HV und Telekom bzgl FTTH

Hallo miteinander,

seit Monaten versuche ich an eine DSL-Leitung zu kommen (DD Striesen, Eisenacher Straße). Leider geht das nicht, weil die Hausverwaltung keine Einigung mit der Telekom finden konnte, wie die Leitungen in die Wohnungen geführt werden sollen. Alle anderen Mieter sind über GPON angeschlossen, allerdings weigert sich die Telekom mit uns einen neuen Vertrag zu machen. Solange FTTH nicht ausgebaut ist, gibt es scheinbar kein DSL.

Es ist mal wieder die übliche Leier, dass das Treppenhaus "historisch" ist und daher nicht mit Überputzkabeln verschandelt werden darf. Leider scheint die Situation zwischen Hausverwaltung und Telekom ein wenig verhärtet, so dass es momentan gar keine Kommunikation gibt.

Kann mir irgendwer einen Tip geben, wie ich es schaffen könnte, die Verhandlungen wieder ins Rollen zu bringen? Vermutlich würde es helfen, wenn man der Hausverwaltung irgendeinen konstruktiven Vorschlag über die Verkabelung machen könnte. Hat da jemand eine Idee, ohne das Treppenhaus in Mitleidenschaft zu ziehen?
Nicht infrage kommt scheinbar:
  • Durchführung über "Zwischenflur". In einigen Stockwerken gibt es vor 2 Wohnungstüren noch einen kleinen Flur, wo man sowas vermutlich durchlegen könnte. Blöderweise nicht im Erdgeschoss. Und selbst wenn gäbe es Wohnungen, die direkt vom Treppenhaus abgehen.
  • Durchführung über Abstellkammer: Gibt es wohl nicht in jeder Wohnung.
Durchführung an Außenwand: Keine Ahnung, ob das geht. Hat das jemand? Gibt es da Probleme wegen Dämmung oder denkmalgeschützter Fassaden oder sowas?

Hat sonst jemand irgendeine Idee, wie ich an Internet komme :)? KD-VF bietet nix an und auf Volumenverträge (LTE und co) will ich eigentlich verzichten.

Und noch eine technische Frage zur Sicherheit: Sehe ich das richtig, dass von GPON -> FTTH nur innerhalb des Hauses neue Leitungen verlegt werden müssen oder muss vom Gehweg zum Haus auch was verlegt werden?

Besten Dank im Voraus

Autor:  EXP [ 31.08.2016, 19:05 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Suche Tips für Einigung zwischen HV und Telekom bzgl FTT

Wenn für den Eigentümer eine Verlegung übers Treppenhaus Aufputz nicht in Frage kommt:

Verlegung durch verhandene durchgänige frei Leerrohre -> wurde sicher geprüft und nicht aufgefunden
Verlegung durch vorhandene Kaminzüge -> müssen auch alle Wohnungen erreichen können
Verlegung Aufputz durch die Wohnung -> fällt meistens flach wenn die Wohnungen von Geschoss zu Geschoss verschiedenen geschnitten sind
Verlegung Unterputz auf eigene Kosten des Eigentümers
Verlegung Leerrohre auf der Fassade auf Kosten des Eigentümers > Dämmung und Denkmalschutz sind hier ein Problem korrekt

Was die Gebäudezuführung betrifft wird entweder das vorhandene Kabel genutzt oder es wird eine neue Hauszuführung gebaut. Ein neuer Hausanschlusskasten muss aber definitiv gebaut werden

Autor:  qnd [ 01.09.2016, 11:41 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Suche Tips für Einigung zwischen HV und Telekom bzgl FTT

Besten Dank für die Tipps. Was die Leerrohre angeht: leider habe ich überhaupt keinen Zugang zu irgendwelchen Plänen, was das Haus angeht.

Zwei Fragen habe ich noch:
  • Seltsamerweise glaubt mir keiner der anderen Mietparteien, dass deren DSL-Technologie gar nicht mehr aktuell ist und auch bald abgeschaltet wird, ganz einfach, weil sie noch nie davon gehört haben. Die HV hat da offenbar nichts weitergegeben. Kennt was das angeht jemand zufällig irgendwelche offiziellen Dokumente/Briefe, die ich (anonymisiert) bekommen kann? Fantastisch wäre, wenn jemand mir einen offiziellen Telekombrief anonymisiert zur Verfügung stellen könnte, der über das Abschalten von GPON berichtet oder wenigstens darüber, dass die Technik veraltet ist. Damit könnte ich wenigstens die Eigentümer im Haus überzeugen. Dieser Internetartikel von oiger hilft mir leider nicht viel...
  • Unglücklicherweise ist die HV generell wenig konstruktiv. Sie meinte, es stünde mir frei, mich selbst um meinen Wohnungsanschluss zu kümmern. Dafür soll ich mit der Telekom einen Vorschlag ausarbeiten, der Verwaltung schicken und die reicht das dann an den Eigentümer weiter.
    Kann das eigentlich gehen? FTTH muss für alle Wohnungen im Haus gemacht werden und das geht nicht nur für einzelne, oder?

So richtig viel kann man ja (zumindest rechtlich) nicht machen um HVs zum Mitarbeiten zu bekommen. Auf der menschlichen Schiene habe ich es schon versucht, aber ohne Erfolg. Vielleicht muss man da doch mal an den Eigentümer treten.

Autor:  qnd [ 01.09.2016, 11:41 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Suche Tips für Einigung zwischen HV und Telekom bzgl FTT

Nachtrag: Auch die Wohnungseigentümer im Haus glauben mir das nicht, weil auch sie offenbar nie was von der Telekom erhalten haben. Ob die HV was bekommen hat, wollte sie mir nicht mitteilen.

Autor:  EXP [ 01.09.2016, 19:09 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Suche Tips für Einigung zwischen HV und Telekom bzgl FTT

Bisher sind leider keine direkten Kündigungen ausgesprochen wurden. Dies ist auch leider nicht vor dem Start der tatsächlichen Abschaltung möglich. Problem ist einfach, dass der erste Brief 4 Monate vor Kündigungstag ankommt. Dann ist die Zeit für den Aufbau des FTTH Netzes leider sehr knapp. D.h. vor Kündigung sollte das neue Netz am besten schon stehen. Pressemittelungen über das Vorhaben wurden mehrfach verteilt. Leider wurden diese nur von ganz wenigen Medien überhaupt beachtet. Man hat zum Teil das Gefühl, dass sich niemand recht für den Ausbau interessiert. Immerhin haben ja viele bisher VDSL50.

Alle HV/Eigentümer welche bisher den Ausbau verweigerten haben schwarz auf weiss einen Brief erhalten, welche die Konsequenzen für die Bewohner aufzeigen. -> keine Versorgung mehr über die Telekom-Infrastruktur.

Leider habe ich auch ähnliche Erfahrungen mit wenigen HVs machen müssen. Stellt sich die HV sturr / stumm können die Bewohner recht wenig machen. So wie geschildert hilft vll wirklich nur noch eine Kündigung der HV. Ist die HV hinter dem Thema hinterher und versucht konstruktiv den Ausbau zu unterstützen findet man meist auch einen Kompromiss. Viele EIgentümer bezahlen der HV gutes Geld. Da sollte man erwarten, dass meine HV auch in Sinne der Eigentümer handelt.
Du kannst alle großen WoWis und HV im Gebiet fragen: Kaum ein Haus ist noch ohne FTTH Versorgung. Wenn keine Alternative vorhanden ist wird man auf kurz oder lang ein Problem mit der Vermietung bekommen.

Der FTTH Gebäudenetzausbau muss immer für alle Wohnungseinheiten erfolgen. Ist auch logisch, da mann aus der Ferne / bei Buchungen nur auf die Adresse buchen kann. Daher ist keine Unterscheidung der einzelnen Wohnungen im Vorfeld zu 100% gegeben. Entweder alle oder keiner.

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