DSL für Dresden

FORUM rund um Breitband-Internet in Dresden

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BeitragVerfasst: 26.01.2007, 03:50 
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Hallo,

mittlerweile haben es hier ja schon viele erlebt. Immer zur Hauptsurfzeit abends und zum Wochenende geht die Übertragungsrate in den Keller. Und nachts, früh und vormittags ist, oh Wunder, die DL-Bandbreite wieder voll da. Und mit dem UL gibt es nie Probleme. Gemutmaßt wurde bereits, daß die Funkzellen oder der Backbone überlastet sind, VoIP-"Tests" gefahren werden usw.. Da aber die meisten Antennen hier in DD erst neu aufgestellt wurden und Backboneleitungen eigentlich preiswert zu bekommen sind, sind diese Überlegungen nicht überzeugend. Ich äußere hier mal meine Vermutung über einen anderen "Flaschenhals" mit Wimax und will sie auch begründen:

Wie funktioniert eigentlich die Anbindung der einzelnen Basisstationen zum Provider/Internet, also das, was auch Backhaul bezeichnet wird? Sind die Antennen untereinander per (Richt-)Funk verbunden? Wäre unvorteilhaft, da der Ausfall einer Station andere mit beeinflußt. Gibt es eine "zentrale Antenne"? Wo sollte diese, für alle Stationen erreichbar sein? Der DBD ging es beim schnellstmöglichen Aufbau darum, überhaupt Antennenstandorte zu finden. Meiner Meinung nach sind die Stationen mit größter Wahrscheinlichkeit über eine Standleitung angebunden. Ich vermute also, das die Basistationen selbst nur relativ "schmalbandig" (2 bis 10 Mbit/s?) mit einem Einspeisungspunkt/Vermittlungsstelle in DD über Berlin/Frankfurt ins Internet verbunden sind. Es müssen sich quasi alle Nutzer der Basisstation in diese Bandbreite hereinteilen, auch wenn die Funkzellen der Basisstation noch längst nicht ausgelastet sind und selbst min. 100Mbit/s könnten. Das würde auch erklären, daß bereits jetzt, da noch relativ wenige Nutzer angeschlossen sind, solche Geschwindigkeitseinbrüche auftreten, im Extremfall bis zu ISDN-Geschwindigkeit! Wem diese Bandbreite im Vergleich zu A/V-DSL(2) mit 16-25Mbit/s DL recht wenig vorkommt, dem soll gesagt sein, daß weder DBD noch Telefonica als deren Netzbetreiber eigene Vermittlungsstellen/Kästen mit Glasfasteranbindung 500m bis 1km von jedem Antennenstandort entfernt besitzen. Im besten Fall könnten sie selbst solch einen Anschluß (vermutlich von der Telekom!) mieten.

Die DBD muß unbedingt für eine ausreichend schnelle Anbindung ihrer Basisstationen sorgen, sei es durch schnellere/eigene Standleitungen bzw. deren Bündelung oder redundanten Richtfunk zwischen den Basisstationen
bzw. zur einer übergeordneten Hauptstation. Ansonsten sehe ich schwarz für die Bandbreite mit dem Anschluß jedes weiteren Wimax-Kunden!

Ich würde mich freuen, wenn sich hier jemand meldet, der meine Vermutungen entweder bestätigen könnte oder genauere Angaben über die Anbindung der einzelnen Basisstationen machn könnte.

Gruß, M.


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BeitragVerfasst: 26.01.2007, 09:30 
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mick3 hat geschrieben:
... Meiner Meinung nach sind die Stationen mit größter Wahrscheinlichkeit über eine Standleitung angebunden ...

Wenn man sich die Basisstationen genau anschaut, dann kann man erkennen, dass neben den Sektorantennen eine kleine runde Richtfunkantenne angebracht ist. Also gibt es entweder direkte Verbindungen zwischen den Basisstationen und den Richtfunkverteilern oder von BS zu BS und dann zum RFV. Von den Richtfunkverteilern aus geht es dann ins breitbandige Kabelnetz der (meines Erachtens) Telefonica.

Ronny


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BeitragVerfasst: 26.01.2007, 14:26 
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rproft hat geschrieben:
Wenn man sich die Basisstationen genau anschaut, dann kann man erkennen, dass neben den Sektorantennen eine kleine runde Richtfunkantenne angebracht ist.

Danke für die Aufklärung! Leider habe ich die Basisstation bei mir
(Strehlen) noch nicht entdeckt und konnte über die Anbindung nur spekulieren. Hatte gelesen, daß die DBD u.a. Airspan MacroMax(?) als Basisstation verwendet, und diese einen Netzwerkanschluß (fürs Festnetz) besitzt. Das man Wimax auch als "Mesh" betreiben kann, war mir schon klar.
rproft hat geschrieben:
Also gibt es entweder direkte Verbindungen zwischen den Basisstationen und den Richtfunkverteilern oder von BS zu BS und dann zum RFV.

Sind die Standortewirklich so ausgewählt, daß sich die Antennen gegenseitig sehen können?
rproft hat geschrieben:
Von den Richtfunkverteilern aus geht es dann ins breitbandige Kabelnetz der (meines Erachtens) Telefonica.

Dann wäre der Bandbreiten-Engpass also nicht an der Basisstation sondern am RFV? Das es einen Engpass zu bestimmten Zeiten gibt, daß
haben ja die meisten hier gemerkt.


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BeitragVerfasst: 26.01.2007, 16:31 
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mick3 hat geschrieben:
Dann wäre der Bandbreiten-Engpass also nicht an der Basisstation sondern am RFV? Das es einen Engpass zu bestimmten Zeiten gibt, daß haben ja die meisten hier gemerkt.


Es ist allerdings so, dass sich hier natürlich nur die melden die Probleme haben. D.h. wir können keine Aussage darüber treffen ob es jetzt tatsächlich viele Leute betrifft oder nur einige und ob das Problem an allen Basisstationen auftritt oder nur an bestimmten... _Richtig_ nett wäre ein Script, welches automatisch alle halbe Stunde eine Messung durchführt und an einen Server schickt der die Ergebnisse zusammenfasst und auswertet. Zum Vergleich müsste aber auch über andere Anschlüsse als WiMAX gemessen werden ... Mit JWebUnit einen entsprechenden Test zu schreiben sollt nicht das Problem sein ... Hat jemand Zeit?


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BeitragVerfasst: 26.01.2007, 16:37 
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Danke sehr mick3! :)


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BeitragVerfasst: 26.01.2007, 18:18 
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bigalex hat geschrieben:
Es ist allerdings so, dass sich hier natürlich nur die melden die Probleme haben.

Meiner Meinung nach hängt es auch davon ab, mit welchen Erwartungen man sich für Maxxxonair entschieden hat. Erwartet man eher die weitgend stabile Datenrate eines DSL-Anschlusses oder die von der Auslastung abhängige eines WLAN-Hotpots mit max. Rate nur, wenn man allein surft? Wie positioniert sich DBD dazu? Schwankende Bandbreite im Downstream kann für den einen bereits ein Problem, für den anderen durchaus akzeptabel sein, wenn die Verbindung verfügbar ist. Und da kann ich der DBD bisher keinen Vorwurf machen.
bigalex hat geschrieben:
D.h. wir können keine Aussage darüber treffen ob es jetzt tatsächlich viele Leute betrifft oder nur einige und ob das Problem an allen Basisstationen auftritt oder nur an bestimmten...

Ja, dazu müßte systematisch gemessen werden. Wenn man sich hier und im Wimaxtalk umhört, dann erkennt man allerdings die Tendenz, das das Problem mit der schwankenden Datenrate, sofern es die DBD überhaupt als Problem sieht, schon eine Weile existiert und nicht nur einzelne Basisstationen betrifft.
bigalex hat geschrieben:
_Richtig_ nett wäre ein Script, welches automatisch alle halbe Stunde eine Messung durchführt und an einen Server schickt der die Ergebnisse zusammenfasst und auswertet. Zum Vergleich müsste aber auch über andere Anschlüsse als WiMAX gemessen werden ... Mit JWebUnit einen entsprechenden Test zu schreiben sollt nicht das Problem sein ... Hat jemand Zeit?

Wie wär's mit wget oder lftp von Dateien per Cron-Job mit einer Liste von verschiedenen gut angebundenen Servern?

Ich fände es allerdings etwas seltsam, das die DBD zwar meine Bandbreite begrenzen, aber kein Bandbreitenmonitoring in den einzelnen Basisstationen und im gesamten Netz machen kann. Dann sollten doch auch Probleme, die nur an einzelnen Stationen auftreten, erkannt werden, oder? Haben die keine zentrale Netzmanagementsoftware, die das unterstützt?


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BeitragVerfasst: 26.01.2007, 18:41 
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jeder kann fuer sich ja auch diesen test machen.
ab 5 test, zeigt der ne statistik an. die koennte man ja vllt sammeln, da sieht man dann vllt auch den einbruch der geschwindigkeit.

_________________
http://www.rakf.de/ - Revolutionäre Anti-Kleintier-Front


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BeitragVerfasst: 26.01.2007, 19:06 
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Kann man das irgendwie automatisieren/scripten damit der Test alle 1-2 Stunden auch dann gemacht wird wenn keiner am PC sitzt?


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BeitragVerfasst: 26.01.2007, 19:38 
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bigalex hat geschrieben:
Kann man das irgendwie automatisieren/scripten damit der Test alle 1-2 Stunden auch dann gemacht wird wenn keiner am PC sitzt?

Probiers mal mit Selenium http://www.openqa.org/selenium/
Bin aber nicht sicher, ob das auch mit dem Java-Applet funktioniert.

wget http://schneller_server/grosse_datei mit Logging und Scheduling (cron unter Linux bzw. at-Kommando unter Windows) sollte einfacher einzurichten sein.

Gruß, M.


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BeitragVerfasst: 26.01.2007, 20:00 
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mick3 hat geschrieben:
wget http://schneller_server/grosse_datei mit Logging und Scheduling (cron unter Linux bzw. at-Kommando unter Windows) sollte einfacher einzurichten sein.

Hinweis: Natürlich nur gepackte Dateien (.zip, Exe-Installer oder Movies, kein PDF) beim Download zur Geschwindigkeitsmessung verwenden. Jeder bessere Webserver komprimiert die Daten bei der Übertragung, wenn dies möglich ist.


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BeitragVerfasst: 26.01.2007, 20:02 
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Müsste man sich einarbeiten. Ich dachte da eher daran mit JWebUnit (damit kenn ich mich aus) eine kleine Java-Applikation zu bauen, die im Stundentakt die gängigen Geschwindigkeitstests abfragt und dann die Ergebnisse an eine Datenbank schickt (Script auf unserem Server). ICh mag Lösungen die mit minimalem Aufwand maximalen Nutzen bringen. Bin da etwas XP-infected (nein, damit ist nicht Windows gemeint).
Hat den Vorteil, dass Java eigentlich bei jedem und überall laufen müsste und man nicht mal unbedingt eine GUI braucht. Die Frage ist halt, wie Manipulationssicher muss das sein und lohnt der Aufwand dafür?


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BeitragVerfasst: 26.01.2007, 20:46 
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Ich finde die Idee auch nicht schlecht. Ich würde mir das Ganze so vorstellen, dass so viele Forenuser wie möglich für eine gewisse Zeit diese "Anwendung" (welcher Art auch immer) auf ihrem Rechner laufen haben und die Daten zusammen mit Angabe des Standortes an unsere Datenbank geschickt wird. Diese wertet dann die Daten aus und gibt diese in Form von Tabellen und Diagrammen aus.

Kann sich jemand von euch mit der Programmierung beschäftigen? Alexander und ich sind ohnehin schon ziemlich eingebunden in das ganze Projekt. Wir sind für jedes Angebot dankbar.

Danke,
Ronny


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BeitragVerfasst: 26.01.2007, 21:23 
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So in etwa habe ich mir das auch vorgestellt. Eine Clientseitige Anwendung (java) der man sagen kann "jetzt testen", "momentan nicht testen" oder "alle 60 Minuten automatisch testen", die vielleicht noch anzeigt das der Test gerade läuft, wann der letzte lief und was die Ergebnisse waren. Nach einem Test sollten die Ergebnisse an ein PHP-Script übertragen werden das diese zusammen mit einer Nutzerkennung in eine DB-Tabelle einträgt (evtl. mit einem Password je Client um gegen Manipulationen abzusichern) Ein zweites PHP-Script bereitet die Daten dann als Grafik auf.
Würde uns zwar ganz schön Traffic kosten, aber ein Versuch wär's wert....


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