DSL für Dresden

FORUM rund um Breitband-Internet in Dresden

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 4 Beiträge ] 
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 22.11.2006, 20:28 
Offline
Senior

Registriert: 21.01.2006, 16:26
Beiträge: 150
Wohnort: DD-Striesen
Zitat:
"Belastung durch Handystrahlen nur Einbildung?

Die von Handys und Mobilfunkmasten ausgehende elektromagnetische Strahlung wird schon seit geraumer Zeit kontrovers diskutiert. Während einerseits Betroffene über die negativen Auswirkungen der Magnetfelder klagen, halten Skeptiker die Strahlungsfolgen für eine Erfindung überspannter Esoteriker. Diese "Elektrosensiblen", wie die Wissenschaft sie nennt, führen verschiedene Beschwerden auf elektromagnetische Immissionen zurück, deren Intensität unter gesetzlichen Grenzwerten liegt und die deshalb eigentlich keine biologischen Auswirkungen mehr haben könnten.
Anzeige

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ging diesem Phänomen im Rahmen einer Studie nach, die Anfang November auf einer BAuA-Veranstaltung in Berlin vorgestellt wurde. Wenn die "Elektrosensibilität" biologisch begründet sei, so die Hypothese der Studie, dann müsse der Körper auf die Reizung mit einem elektromagnetischen Feld auch physiologisch und damit messbar reagieren. Für die Studie wurden insgesamt 144 Personen in einem feldneutralen Labor innerhalb einer Stunde drei mal zehn Minuten einem magnetischen 50-Hertz-Feld oder einem gepulsten GSM-Signal von einem Handy mit 2 Watt Sendeleistung ausgesetzt. Die Probanden erfuhren dabei nicht, wann und wie lange sie der Strahlung ausgesetzt wurden. Anhand der elektrodermalen Aktivität ermittelten die Forscher die physiologische Reaktion, zusätzlich wurden die Wahrnehmungen der Probanden abgefragt.

Die Forscher wollten herausfinden, ob sich durch die Bestrahlung die elektrische Hautleitfähigkeit beeinflussen lässt und ob es Unterschiede zwischen "Elektrosensiblen" (48 Teilnehmer) und Nicht-Betroffenen (96 Teilnehmer) hinsichtlich der Wahrnehmungsfähigkeit und anlagebedingten Merkmalen gibt. Im Ergebnis konnten die Forscher bei keinem der Teilnehmer eine Änderung der elektrischen Leitfähigkeit der Haut nachweisen. Auch bei der subjektiven Wahrnehmung der Strahlung konnten die "Elektrosensiblen" keine höhere Trefferquote erzielen als die Kontrollgruppe, obwohl die Betroffenen überdurchschnittlich häufiger angegeben hätten, ein Feld zu spüren.

Die Wissenschaftler ziehen ein nüchternes Fazit der Studie: Aufgrund der Ergebnisse lasse sich das Phänomen der "elektromagnetischen Hypersensibilität" nicht auf eine nachweisbare, biologisch begründete Empfindlichkeit gegenüber alltagsüblichen elektromagnetischen Feldern zurückführen. (vbr/c't) "

aus: http://www.heise.de/newsticker/meldung/81445


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 23.11.2006, 11:12 
Offline
Regular

Registriert: 25.12.2005, 23:19
Beiträge: 56
Wohnort: Wägnerstraße
In Briesnitz ist ja eine ganze Familie erst in den Keller und dann aus dem Haus gezogen. Tatsächlich überschreitet der Mast dort Grenzwerte.

Es gibt wohl, überhalb der Grenzwerte, tatsächlich nachweisbare Beschwerden.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 25.11.2006, 21:59 
Offline
Junior

Registriert: 08.04.2006, 13:47
Beiträge: 15
Wohnort: 127.0.0.1
hiho,

bloß von der tatsache, dass jemand umgezogen ist, würde ich nicht abhängig machen, dass es folgen gibt ;)
ich persönlich denke schon, dass es folgen gibt, die jedoch so vernachlässigbar gering sind (bei beachtung der grenzwerte) dass die auswirkungen selbst nach längerer zeit nicht messbar sind.

ich denke viel mehr als das spielt die psyche der menschen eine rolle. die wirkung der strahlung wird wahrscheinlich auch durch einen placebo-effekt verstärkt.

grüßle


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 26.11.2006, 14:31 
Offline
Senior

Registriert: 16.01.2006, 13:17
Beiträge: 158
Wohnort: Dresden-Löbtau (Süd)
krawum hat geschrieben:
ich persönlich denke schon, dass es folgen gibt, die jedoch so vernachlässigbar gering sind (bei beachtung der grenzwerte) dass die auswirkungen selbst nach längerer zeit nicht messbar sind.


Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Wenn es Folgen gibt, dann werden die auch feststellbar sein, auch wenn sie noch so klein sind. Und "nach längerer Zeit" auf jeden Fall. Fragt sich nur, wie lange die Zeit dafür sein muss. Bei Folgen, die an einer einzelnen Person erst nach 100 Jahren auftreten, brauchen wir uns, glaube ich, wenig Sorgen machen, es sei denn, diese Folgen verändern das Erbgut.
Und was die Grenzwerte angeht: Wie das immer so ist, werden Grenzwerte durch die Wirkung dessen festgelegt, was sie begrenzen sollen. Wenn festgestellt wird, dass trotz der Grenzwerte eine vorher nicht bekannte Wirkung erfolgt, dann werden die noch weiter reduziert und plötzlich ist das, was heute noch "innerhalb der Grenzen" ist, plötzlich weit ausserhalb.
ABER: es gibt ja nunmal noch keine vernünftigen, auswertbaren, unabhängigen Studien zu dem Thema, die sich auch mit der Langzeitwirkung beschäftigen. Entweder die Studien sagen, es gibt keine Probleme und wurden von der Handyindustrie finanziert oder sie sagen es gibt Probleme und wurden von den Gegnern finanziert oder es wurden bei der Auswertung der Daten gravierende Fehler gemacht.
Ich will hier für keine der Parteien eine Position beziehen. Ich bin Handy-Nutzer seit 1995 und habe zu Hause zwei DECT-Telefone. Ausserdem noch Bluetooth und WLAN. Alles digitale Funktechniken, die ja so sehr schädlich sein sollen. Bisher habe ich an mir noch keine gesundheitliche Schädigung festgestellt. Aber ob das so bleibt? Gedanken macht man sich schon.
Auf Arbeit steht 10m neben unserem Firmengebäude bzw. neben meinem Büro ein Mobilfunk-Sendemast. Obwohl wir im Erdgeschoss sitzen und dazwischen eine dicke Mauer ist, ist Fakt, dass der massiv stört und wir diverse Massnahmen ergreifen müssen, damit unsere Messtechnik nicht durch das Ding beeinflusst wird. Es ist definitiv der Sendemast, denn wenn ich auf die andere Seite vom Firmengebäude gehe, wo noch paar mehr Betonwände dazwischen sind, brauche ich keine extra Störschutzmaßnahmen ergreifen. Ich vermute jedoch, die Grenzwerte von dem Mast werden aufs Genaueste eingehalten. Ich persönlich würde jedenfalls trotzdem nicht daneben wohnen wollen...
So, das waren jetzt mal meine Gedanken dazu.
Gruss, Helge


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 4 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de