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im Internet in "DSL für Dresden"

Ein Wunsch vieler Dresdner: "Endlich DSL ..."

In Dresden hat sich bei der Verfügbarkeit breitbandiger Internetanbindungen in der letzten Zeit bereits viel bewegt. Für einige Haushalte ist jedoch ein zeitgemäßer Internetzugang noch immer nicht realisierbar. Das Internetangebot von "DSL für Dresden" bietet allen betroffenen Dresdnerinnen und Dresdnern eine Informations- und Diskussionssplattform um den Dialog zwischen Nutzern, interessierten Anbietern, den Medien und der Politik fördern.

Vertriebsstart für DSL per GPON in Dresden

Glasfaser-Komponente
Bild: GPON-Netzwerkkomponente (C)DTAG

23.02.2010 Mit dem heutigen Tag geht das GPON-Pilotprojekt in den Dresdner Stadteilen Striesen und Blasewitz in den Regelbetrieb. In 16.500 Haushalten ist damit DSL sofort verfügbar. Ab dem 1. März will die Telekom in einer Flyeraktion diese Kunden gezielt ansprechen. Außerdem wird in Kürze DSL nicht mehr ausschließlich über die Filiale am Schillerplatz bestellt werden können, sondern auch über andere Filialen, telefonisch und im Internet.

Insgesamt waren in den beiden Stadtteilen 3.500 Gebäude bisher nicht mit DSL versorgt. Von diesen sind inzwischen 1.500 erschlossen. Auf dem Breitbandkompass lassen sich die Ausbaufortschritte in einer Karte für Striesen bzw. Blasewitz mitverfolgen.

Bei den nicht versorgten Gebäuden handelt es sich entweder um kleinere Häuser mit bis zu vier Wohneinheiten oder um Objekte, bei denen der Vermieter die Zustimmung zur Installation bisher verweigert hat. Letzteres betrifft etwa 7.000 Haushalte, unter anderem Mieter der Gagfah. Hier befindet sich die Telekom gegenwärtig in Verhandlungen und ist zuversichtlich, eine Einigung im Interesse der Mieter zu erzielen.

Häuser bis zu 4 Wohneinheiten haben momentan eine geringe Priorität, da die kleinste Ausbauvariante für 8 Anschlüsse ausgelegt ist. Schließen sich benachbarte Häuser zusammen und können gemeinsam versorgt werden, sind die Chancen bald DSL zu bekommen jedoch besser. Gegenwärtig dauert es vom Einverständnis des Vermieters bis zur Installation der notwendigen GPON-Hardware bis zu 6 Monate.

Als Gründe für die bisherigen Verzögerungen werden Firmware-Probleme bei den GPON-Splittern genannt, deren Behebung in Rücksprache mit dem Hersteller sehr zeitaufwendig war. Auch die Verhandlungen mit den Hauseigentümer hätten teilweise viel Zeit gekostet.

WERBUNG

Breitbandkonferenz "von unten"

11.02.2010 Im aktuellen Titelthema geht es ausnahmsweise nicht um rein Dresdner Belange, sondern um eine Veranstaltung, die uns als Initiative besonders am Herzen liegt: Am 27. Februar 2010 findet in Dittrichshütte (Saalfeld-Rudolstadt) die erste deutsche Breitbandkonferenz unter dem Motto "Bürger für Breitband, Breitband für Bürger" statt. Veranstalter ist die bundesweit tätige Initiative gegen digitale Spaltung – geteilt.de.

Breitbandkonferenz am 27.02.2010

Noch immer wird die öffentliche Wahrnehmung zur Breitbandmisere von den Meinungen der Unternehmen und ihrer Verbände beherrscht. Das soll sich ändern. "Dabei geht es uns vor allem darum, die Wirksamkeit der Regierungsstrategie kritisch zu hinterfragen und neue Lösungswege zu suchen.", so Initiativensprecher Bernd Rudolph.

Geplant sind eine Podiumsdiskussion von Parteien mit Betroffenen und ein Erfahrungsaustausch zwischen Mitgliedern der Initiative, Politikern und Unternehmen. In Vorträgen sollen Perspektiven und Probleme bei der Gewährleistung eines flächendeckenden schnellen Internetzugangs angesprochen werden. Zugesagt haben bereits Mitglieder des Bundestages und einiger Landtage sowie Vertreter verschiedener kommunaler Gremien und Unternehmen.

"DSL für Dresden" unterstützt das Anliegen von geteilt.de. Tragt euren Unmut an die Öffentlichkeit und kommt zur Breitbandkonferenz. Die Teilnahme ist kostenlos, um eine Anmeldung wird gebeten.

Weitere Infos und Erfahrungsberichte gibt es im "DSL für Desden"-Forum, als Karte auf dem Breitbandkompass und unter www.wimaxdresden.de.

Ronny Proft und Alexander Lorz
Bürgerinitiative "DSL für Dresden"